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Was bedeutet es, in den Wechseljahren zu sein?

In erster Linie bedeutet es Veränderung. Diese werden von jeder Frau ganz unterschiedlich erlebt. Sie bieten einerseits Entwicklungschancen, andererseits aber oft auch Anpassungsprobleme.

Die Veränderungen spielen sich sowohl auf der körperlichen, als auch auf der emotionalen und psychischen Ebene ab.

Auf der körperlichen Ebene stellt sich der gesamte Hormonhaushalt um auf eine neue Lebensphase ohne Monatsblutung und ohne die Möglichkeit, Kinder zu gebären.

Auf der emotionalen und psychischen Ebene kommen zu den damit verbundenen Herausforderungen weitere Veränderungen, die sich oft zeitgleich ereignen. Meistens werden die eigenen Kinder „flügge“ und verlassen das Haus. Damit ist man nicht mehr in erster Linie Mutter und Haushüterin. Für die eine Frau bedeutet dies endlich mehr Zeit für sich selbst, für Hobbys, Reisen, Unternehmungen. Für die andere bedeutet dies ein großes Loch, das es zu stopfen gilt. Man spricht vom Empty-Nest-Syndrom. Oft verändert sich auch der Charakter der Partnerschaft, eventuell auch die berufliche Orientierung.

Für die eine Frau fällt in diese Zeit die manchmal bittere Erkenntnis, nicht ewig jung und gesund zu sein. Sie versucht dann vielleicht, das Unvermeidliche mit allen Mitteln wenigstens hinauszuzögern. Die Andere ist stolz auf das, was sie bisher erlebt und geleistet hat und hat das Bedürfnis, sich auch mal zurückzulehnen und inne zu halten.

Was bedeuten die Begriffe Klimakterium, Wechseljahre, Prä-Menopause, Menopause, Peri-Menopause und Post-Menopause?

Klimakterium ist der Fachausdruck für die Wechseljahre. Manchmal wird auch der Begriff Menopause genauso verwendet. Das ist jedoch nicht ganz korrekt. Menopause ist die Bezeichnung für die letzte Monatsblutung, die durch die Hormone der Gebärmutter gesteuert wird. Peri-Menopause ist also der Zeitraum um die letzte Blutung herum.

Die Wechseljahre umfassen die Abschnitte der Prä-Menopause und der Post-Menopause. Die Prä-Menopause ist gekennzeichnet durch einen unregelmäßigen Menstruationszyklus. In der Post-Menopause treten dann keine Monatsblutungen mehr auf. Der gesamte Abschnitt wird durch die Umstellung der Hormone und die Anpassung des Körpers an die neue Situation geprägt.

Das Klimakterium ist damit keine Krankheit, die zwangsläufig medikamentös behandelt werden müsste, sondern ein hormoneller Umstellungsprozess, den man auch mit der Pubertät vergleichen kann.

Eine betroffene Frau beschreibt die Wechseljahre so:

„Es geht mir so ähnlich wie in der Pubertät: Ich freue mich auf das, was da kommt, bin aber auch beunruhigt. Ich bin ungeduldig, will auf- und ausbrechen. Aber wohin? Das weiß ich noch nicht. Ich fühle mich sicherer als mit 14, aber weniger stabil als in den 30ern und 40ern. Es ist, als würde ich durchgeschüttelt werden. Inzwischen habe ich keine Angst mehr. Irgendwie macht dieser Zustand auch Spaß und ist sehr spannend, ich bin neugierig, wo ich noch landen werde.“

Wann beginnen Wechseljahre und wie lange dauern sie?

In Nordamerika und Europa haben die Frauen mit durchschnittlich 51 Jahren ihre letzte Monatsblutung. Die Spannweite ist jedoch sehr groß und liegt zwischen 40 und 60 Jahren. Im Allgemeinen sagt man, die Wechseljahre dauern 2 x 5 Jahre: 5 Jahre vor der letzten Menstruation und 5 Jahre danach.

Haben alle Frauen Probleme in den Wechseljahren?

Nein! Die Wechseljahre werden von Frauen ganz unterschiedlich erlebt. In Europa sagt man, dass etwa ein Drittel der Frauen kaum Beschwerden haben, ein Drittel hat leichte bis mittelschwere Befindlichkeitsstörungen und nur etwa ein Drittel der Frauen hat wirklich starke Beschwerden und leidet relativ stark in diesem Lebensabschnitt.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Art und Ausmaß klimakterischer Beschwerden auch vom individuellen Lebensstil, den äußeren Lebensbedingungen und vom Selbstwertgefühl der Frau abhängen.

Woran erkenne ich, dass ich in den Wechseljahren bin?

Meistens sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche die prominentesten Anzeichen für die Wechseljahre. Auch andere Kennzeichen gehen mit dem Klimakterium einher, werden aber oft weniger direkt damit in Verbindung gebracht. Dazu gehören so typische Symptome wie zunehmende Durchschlafprobleme, Stimmungsschwankungen, Erinnerungsschwäche und Gewichtsprobleme.

Meistens beginnen die ersten Anzeichen mit einem unregelmäßiger werdenden Zyklus – sowohl in Bezug auf Intensität, als auch auf Dauer und Zykluslänge. Der Frauenarzt kann dann anhand der Hormonveränderungen die entsprechende Vermutung bestätigen.

Wofür sind die Hormone verantwortlich?

Die weiblichen Hormone sind für die Regulation der gesamten Sexualfunktionen verantwortlich. Das beginnt mit der Ausprägung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale in der Pubertät, also Brustwachstum und veränderte Fettverteilung. Dann erfolgt die Regulation des Menstruationszyklus über den gesamten Zeitraum der fruchtbaren Jahre der Frau. Der eigentliche Grund dafür ist die Vorbereitung auf eine Schwangerschaft, die natürlich auch hormonell gesteuert wird. Das Gleiche gilt für die sich anschließende Stillzeit. Während dieser Prozesse steuern Hormone aus dem Gehirn die Hormonausschüttung der Eierstöcke (Ovarien).

Die Eierstöcke produzieren sowohl Östrogene als auch Gestagene, wie das Progesteron. Ein kompliziertes Zusammenspiel dieser Hormone bewirkt in der Zeit zwischen Pubertät und Wechseljahren die monatliche Blutung und damit die Fortpflanzungsfähigkeit der Frau. Was oft ein wenig außer Acht gelassen wird: Es bestehen nicht nur enge Wechselwirkungen zwischen den Hormonen aus Hypothalamus bzw. Hypophyse und den Geschlechtshormonen, wie den Östrogenen. Auch zu anderen Hormonen und Botenstoffen gibt es enge Beziehungen.

Beispiele dafür sind die Schilddrüsenhormone, die Stresshormone und die Botenstoffe des Nervensystems, die in engen Wechselbeziehungen zu den Östrogenen stehen. Das ist der Grund, warum sich in den Wechseljahren nicht nur typisch weibliche Eigenschaften verändern, sondern sich auch das Stress-Empfinden ändert und beispielsweise Probleme mit der Schilddrüse, dem Gewicht, den Knochen und der Psyche auftreten.

Was passiert in den Wechseljahren?

In den Wechseljahren beginnen die Eierstöcke ganz allmählich, ihre Hormonproduktion einzustellen. Das hat zur Folge, dass das komplizierte Gleichgewicht der Hormone, welches den regelmäßigen Zyklus bewirkte, zusammenbricht. Dabei kommt es zunächst zu relativ starken Schwankungen. Diese Schwankungen können für eine Reihe von Symptomen verantwortlich gemacht werden.
Ein neues Gleichgewicht muss vom Körper hergestellt werden. Wie lange das dauert und wie stark es sich auf den Allgemeinzustand der Frau auswirkt, ist individuell sehr verschieden.

Welche Veränderungen und Symptome sind typisch für die Wechseljahre?

Zu den typischen Wechseljahresbeschwerden bzw. Veränderungen in diesem Lebensabschnitt gehören:

Psychische Symptome:

  • Antriebsarmut, Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung, Abgeschlagenheit
  • Konzentrationsschwäche, Erinnerungsschwäche
  • Schlafstörungen, zunehmende Nervosität

Körperliche Veränderungen und Symptome:

  • Gewichtszunahme, Veränderungen der Figur, Veränderung der Körperbehaarung
  • Haut- und Schleimhaut-Veränderungen, Scheidentrockenheit, Blasenschwäche, Inkontinenz
  • allgemeine Beschwerden im Bewegungsapparat (Gelenk- und Muskelbeschwerden)

außerdem: Hitzewallungen, Kreislaufstörungen, Herzklopfen, Schweißausbrüche, Veränderungen im Fettstoffwechsel. Die Folge können erhöhte Cholesterinwerte sein. Außerdem treten Veränderungen im Knochenstoffwechsel auf, die mit einem gesteigerten Osteoporose-Risiko einhergehen.

Therapiemöglichkeiten: Wie kann man Wechseljahresbeschwerden behandeln?

Da für viele Beschwerden in den Wechseljahren Hormone verantwortlich gemacht werden können, ist es naheliegend, diese durch Hormonzufuhr von außen zu behandeln. Häufig wird daher die so genannte Hormonersatztherapie empfohlen. Besprechen Sie die Möglichkeiten, aber auch mögliche Gefahren und Grenzen mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Wenn die Beschwerden maßvoll sind und man den Wechsel als einen natürlichen Umstellungsprozess des weiblichen Körpers auf einen neuen Lebensabschnitt versteht, ist es nur natürlich, diesen Prozess mit natürlichen Mitteln zu unterstützen, wenn er Beschwerden bereitet. Die Naturheilkunde hält hier eine ganze Palette von Möglichkeiten bereit.

Gibt es Alternativen zur Hormontherapie?

Ja! Zum Beispiel bestehen mit einer ganzen Reihe von pflanzlichen Wirkstoffen teilweise schon seit Jahrhunderten viele gute Erfahrungen bei der Behandlung von typischen Symptomen rund um die Wechseljahre. Pflanzen mit einer direkten hormonartigen Wirkung können als so genannte Phytotherapeutika eingesetzt werden.

Heilpflanzen können aber auch homöopathisch aufgearbeitet werden. In diesem Falle ist die Wirkung eine andere: Ein Homöopathikum setzt im Organismus einen spezifischen Reiz, der ihn dazu anregt, seine Selbstheilungskräfte zu stimulieren.
Das Ziel einer homöopathischen Behandlung ist damit eine bessere Eigenregulation des Körpers.

In den Pascofemin® Tropfen sind 10 solcher homöopathisch aufgearbeiteten Pflanzen enthalten. Diese homöopathische Arzneispezialität kann der regulierend auf den weiblichen Hormonhaushalt einwirken. Sie hat sich sowohl bei Wechseljahresbeschwerden bewährt als auch bei Störungen der Regelblutung und damit einhergehenden nervösen Beschwerden, wie reizbarer Verstimmung und Erschöpfung.

Tipps und Hausmittel bei Wechseljahresbeschwerden

Ein oftmals unterschätzter Aspekt beim Verkraften der Beschwerden der Wechseljahre ist eine positive Grundeinstellung:
Wer aktiv ist, sich gut ernährt und genügend bewegt, hat meist viel weniger Probleme als Frauen, die sich ihrem Leid hingeben. Möglicherweise kann Sie dabei eine Psychotherapie unterstützen oder gute Lektüre.

In den Wechseljahren ist eine gesunde Lebensweise, insbesondere eine gesunde Ernährung ein wichtiges Thema – und zwar aus vielen Gründen:

  • Ein Großteil der Frauen klagt über Gewichtsprobleme. Meistens kann man die aber durch eine veränderte Ernährung mit weniger Kalorien, viel Gemüse und Ballaststoffen, viel Bewegung und viel Selbstdisziplin in den Griff bekommen.
  • Ein Thema der Wechseljahre ist auch das steigende Osteoporoserisiko auf Grund der nachlassenden Östrogen-Produktion. Auch deshalb ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichender Vitamin- und basischer Mineralversorgung wichtig.
  • Eine gesunde und vielseitige Ernährung und optimale Vitaminversorgung hilft generell, Beschwerden in Zusammenhang mit dem Alterungsprozess zu verringern. Möglicherweise kann es sinnvoll sein, mit Nahrungsergänzungsmitteln, beispielsweise mit der Einnahme von Vitamin D und B-Vitaminen zusätzlich zu unterstützen.

Sowohl für die allgemeine Fitness, als auch zur Osteoporose-Vorbeugung ist viel Bewegung an der frischen Luft wichtig, also insbesondere Wandern und Radfahren. Auch Schwimmen und spezielle Gymnastikübungen zur Osteoporose-Vorbeugung sind sinnvoll.

Positive Nebeneffekte von viel Bewegung sind die Stärkung von Herz und Kreislauf und die damit einhergehende Verminderung der Gefahr von Herz- Kreislauf-Erkrankungen, außerdem der Abbau von Stress und Übergewicht.

Hitzewallungen und Schweißausbrüche gehören leider meistens zu den Wechseljahren dazu. Versuchen Sie, anregende Genussmittel wie Kaffee, schwarzen Tee und Zigaretten zu vermeiden.

Am besten ist es natürlich, Stress gar nicht erst entstehen zu lassen. Weil das leider nicht immer möglich ist, lohnt es sich, Entspannungsübungen zu erlernen. Sie sind ideal gegen Stress und bessern das Allgemeinbefinden oft erheblich. Ob Autogenes Training, Yoga oder Atemübungen: Viele Techniken führen zu mehr innerer Ruhe – und so u.a. zu einem ruhigeren Schlaf. Zur Stressbewältigung helfen vielen Frauen auch Wechselduschen, Saunagänge, Massagen sowie Bäder mit Rosmarin- oder Fichtennadeln.

Versuchen Sie auch, in den Wechseljahren nicht vorrangig einen Lebensabschnitt zu sehen, der nur durch Beschwerden gekennzeichnet ist und in die Phase des „Alt-Werdens“ überleitet. Versuchen Sie, hier auch eine Chance zu positiven Veränderungen zu sehen. Seien Sie stolz auf das, was Sie in Ihrem bisherigen Leben geleistet haben, auf die vielen Erfahrungen und Erlebnisse, die Ihnen keiner nehmen kann.

Versuchen Sie Ihr Augenmerk auf die schönen Möglichkeiten zu richten, die der neue Lebensabschnitt bringen kann. Möglicherweise werden Sie wieder mehr Zeit für sich haben. Sie können Ihre Sexualität ohne Angst vor Schwangerschaft leben. Die unangenehmen Seiten der monatlichen Blutung gehören dann der Vergangenheit an.

Was sollte nach den Wechseljahren beachtet werden?

Probleme mit der Regel sind die Regel. Viele Frauen sind von monatlich wiederkehrenden, unangenehmen Schmerzen im Unterleib betroffen.
Das regelmäßige Wechselspiel der Hormone kann verschiedene Auswirkungen auf den Gemütszustand und die körperliche Verfassung einer Frau haben.
Neben Zyklusstörungen und Menstruationsbeschwerden, leiden viele Frauen auch unter dem PMS (Prämenstruelles Syndrom), psychischen und körperlichen Problemen an den Tagen vor den Tagen.

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