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Naturmedizinischer Wirkstoff Tigerlilie

Lilium tigrinum

Familie: Liliengewächse (Liliaceae)

Viele kennen die Pflanze aus dem eigenen Garten oder als Topf-Pflanze aus der Gärtnerei, wo sie auch unter der Bezeichnung Lilium lancifolium im Handel ist. Wie für die meisten anderen Lilien typisch, wachsen auch bei der Tigerlilie die schmalen Blätter aus einer Zwiebel. Ursprünglich beheimatet ist diese Lilien-Art in Japan und China.

In Asien weiß man seit Jahrhunderten ihre Schönheit ebenso zu schätzen wie ihre Heilkraft. Denn bei dieser Pflanze handelt es sich um ein altes chinesisches und japanisches Heilmittel. Die Zwiebeln finden dort auch als Gemüse Verwendung.

In die Homöopathie wurde die Heilpflanze erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt. In den europäischen Kräuterbüchern des Mittelalters wird allerdings schon eine Verwandte arzneilich erwähnt, die ähnliche, aber zierlichere heimische Türkenbundlilie (Lilium martagon). Man sieht: Lilien sind mit ihren prächtigen Blüten nicht nur zauberhaft anzuschauen, sondern auch als Heilmittel von nicht zu unterschätzender Wirkung.

Wunderbare Worte für eine wunderschöne Blüte

Ernst Jünger, zugleich scharfer Beobachter und sensibler Träumer, ist geradezu prädestiniert, die Schönheit der Tigerlilie zu beschreiben:

Sehr stark zurückgebogene Blütenblätter von einem geschminkten, wächsernen Rot, das zart, aber von hoher Leuchtkraft und mit zahlreichen Makeln gesprenkelt ist. Diese Makeln sind in einer Weise verteilt, die darauf schließen lässt, dass die lebendige Kraft, die sie erzeugt, allmählich schwächer wird. So fehlen sie an der Spitze ganz, während sie in der Nähe des Kelchgrundes so kräftig hervorgetrieben sind, dass sie wie auf Stelzen auf hohen, fleischigen Auswüchsen stehen. Staubgefäße von der narkotischen Farbe eines dunkelrotbraunen Sammets, der zu Puder zermahlen ist. Im Anblick erwächst die Vorstellung eines indischen Gauklerzeltes, in dessen Inneren eine leise, vorbereitende Musik erklingt.

Eine beliebte Zwiebelpflanze für den Garten

Tiger-Lilien sind unübersehbar in ihrer Farbenpracht und unverwechselbar mit ihren kräftigen dunklen Punkten. Diese geben ihr ein getigertes Aussehen, dem sie ihren Namen verdankt. Ein anderer gängiger Name ist Lilium lancifolium und bezieht sich auf die lanzettförmigen Blätter. Im Garten vertragen die Lilien volle Sonne, fühlen sich aber im Halbschatten besonders wohl. Sie haben keine hohen Ansprüche an den Boden, vertragen aber Staunässe nicht und schätzen regelmäßiges Düngen. Das Überwintern in unseren Breiten ist unproblematisch, allerdings sollten die frischen Triebe über dem Boden im Frühjahr vor Spätfrösten geschützt werden. Ansonsten brauchen die schönen Pflanzen nicht viel Pflege.

Die bei uns angebauten Zuchtformen sind meist steril. Das bedeutet, dass man sie nicht über Samen vermehren kann. Eine Möglichkeit der Vermehrung ist die über die Zwiebeln. Eine andere Variante ist die vegetative Vermehrung über die so genannten Bulben. Das sind kleine Triebe, die sich in den Blattachseln bilden. Wenn diese ganz dunkel geworden sind, kann man sie zur Vermehrung ca. 3 Zentimeter tief in die Erde setzen.

Die Tigerlilie in der Medizin

Unter dem Namen Po-he wurde sie bereits 2737 v.Chr. in einer chinesischen Arzneistoff-Sammlung erwähnt und in der chinesischen Medizin unter anderem bei Husten und Lungenerkrankungen eingesetzt.

Bei uns ist die Tigerlilie vor allem eine Pflanze für die Frau - und das nicht nur, wenn man sie als Blume verschenkt. Lilium tigrinum wirkt nach homöopathischer Aufbereitung bevorzugt auf die weiblichen Sexualorgane und das hormonelle Geschehen. Wenn Beschwerden wie Schwächegefühl, Überreiztheit, Herzklopfen, Stimmungsschwankungen und Schmerzen von der Gebärmutter bzw. von einem hormonellen Ungleichgewicht ausgehen, ist Tigerlilie ein gutes Mittel, um die körperlich-seelische Balance wiederherzustellen. Typische Symptome, bei denen man mit homöopathisch potenzierten Zubereitungen aus der frischen, blühenden Pflanze gute Erfolge erzielen kann, sind auch all diejenigen Beschwerden, die letztlich in einer Bindegewebsschwäche im kleinen Becken der Frau ihre Ursache haben. Dazu gehören Gebärmutter- und Blasen-Senkungen, mangelhafte Rückbildung des Uterus nach der Entbindung, aber auch die Reizblase mit häufigem Harndrang.

Ein homöopathisches Mittel wirkt aber nicht nur auf der Organebene. Da Körper und Seele eine miteinander verschmolzene Einheit bilden, deren Getrenntsein nur in unserer Sprache, nicht aber in der Wirklichkeit besteht, wirkt Lilium tigrinum auch auf die psychischen Begleiterscheinungen von „Unterleibsschwäche“ wie chronische Müdigkeit, Zerschlagenheitsgefühle und Reizbarkeit.
Homöopathisch potenziert ist Lilium tigrinum ein wichtiger arzneilich wirksamer Bestandteil in vielen komplexhomöopathischen Arzneimitteln zur Behandlung von gynäkologischen Beschwerden.

August: Blüte und Erntezeit auf den Tigerlilien-Feldern von Pascoe Naturmedizin

Vor allem im August blühen die Tiger-Lilien in unseren Breiten im Freiland. Deshalb ist dieser Monat ein besonderer Höhepunkt für das Herstellungsteam von Pascoe Naturmedizin. Zur Verarbeitung in den Arzneimitteln werden die ca. 1 Meter hohen und prächtigen Pflanzen angeliefert. Das ist jedes Mal eine Freude für alle Beteiligten. Pascoe bezieht die Tiger-Lilien von den Heilpflanzenfeldern in der Nähe des mittelhessischen Staufenbergs, wo die Pflanzen gemäß ökologischer Kriterien angebaut werden.

Homöopathische Anwendung von Tigerlilie

die Ausgleichende unterstützt bei:

  • Regelstörungen und -beschwerden
  • nervöser Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit
  • nervösen Herz- und Kreislaufbeschwerden
  • Gebärmuttersenkung

Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Wirkstoff-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen von Arzneimitteln.