Naturmedizinischer Wirkstoff Kolloidales Silber

Kolloidales Silber
Wissenschaftlicher Name:
Argentum colloidale

Kurz erklärt!

Auf der Suche nach einem Schutz vor krankmachenden Viren und Bakterien hat kolloidales Silberwasser in den letzten Jahren wieder viel Aufmerksamkeit bekommen. Es scheint wie ein Desinfektionsmittel bzw. Antibiotikum zu wirken, wenn man es äußerlich anwendet. Deshalb hat es sich bereits gut zur Wund-Desinfektion bewährt. Die Sinnhaftigkeit bzw. Gefährlichkeit der innerlichen Einnahme von kolloidalem Silber ist jedoch noch sehr umstritten.

Was ist kolloidales Silber?

Als Kolloide bezeichnet man kleine und fein verteilte Stoffe in einem bestimmten Medium. Die Teilchengröße dieser Stoffe liegt im Nanometer- bis Mikrometer-Bereich. Wenn dieses Medium ein Gas ist, dann werden die Kolloide beispielsweise als Aerosole bezeichnet. Die Kolloide sind für die Entstehung von Nebel und Rauch, aber auch für die Erreger-Belastung in der (Atem-)Luft verantwortlich.
Wenn das Medium mit den Kolloiden eine Flüssigkeit ist, spricht man von einer Emulsion oder eben einer kolloidalen Lösung. Beispiele für eine Emulsion sind unser Blut mit seinen Bestandteilen, aber auch die Milch und (halb-)flüssige Kosmetika. Weitere Beispiele für kolloidale Lösungen sind Schlamm, Tinte, manche Farben sowie kolloidales Silber, kolloidales Gold oder auch kolloidales Kupfer.
Silber ist ein weiches, gut verformbares Schwer- und Edelmetall und ein chemisches Element. Lateinisch wird es als Argentum bezeichnet. Deshalb ist es im Periodensystem der Elemente mit dem Elementsymbol Ag zu finden. Es hat die höchste Wärmeleitfähigkeit aller Metalle. Argentinien trägt seinen Namen wegen der dort von den Europäern erhofften Silberschätze.
Als kolloidales Silber oder Nanosilber werden ultrafeine Partikel elementaren Silbers, also Nano-Partikel dieses Edelmetalls, bezeichnet. Sie werden mechanisch, elektrolytisch oder chemisch hergestellt. Flüssige „Lösungen“ von diesem Nanosilber bzw. von schwerlöslichen Silberverbindungen werden als Silbersol oder Silberwasser bezeichnet.  Dabei ist „Lösung“ rein chemisch gesehen jedoch nicht der richtige Begriff. Korrekt muss es heißen: flüssige Dispersion. Der Grund: Die „gelösten“ Silberpartikel sind nicht wirklich gelöst, sondern nur sehr fein verteilt.

Welchen Vorteil hat die Kolloid-Struktur für die Wirksamkeit in der Medizin?

Der Vorteil von kolloidalem Silber ist, dass die Silber-Oberfläche extrem groß ist. Dadurch können verhältnismäßig viele Silberionen freigesetzt werden, wenn man es in eine Flüssigkeit gibt. Ganz anders ist das bei einem Brocken reinen Silbers: Solch ein Stück mit seiner verhältnismäßig kleinen Oberfläche gibt nur wenige Ionen ab. Die Silberionen sind es aber, die medizinisch wirksam werden.
Man geht davon aus, dass Nanosilberpartikel Zellwände und Zellmembranen durchdringen und damit ins Zellinnere beispielsweise von Bakterien gelangen können. Die dort freigesetzten Silber-Ionen können die Bakterienzelle abtöten. Vermutlich können die Nanosilberpartikel auch an der Oberfläche von Viren binden und so das Eindringen in die Wirtszelle, also eine Infektion verhindern. Das würde die antimikrobielle Wirksamkeit von kolloidalem Silber und dessen Anwendung als Antibiotikum erklären, wenn man betroffene Stellen damit behandelt. 

Silber als traditionelles Heilmittel

Schon in der Antike wusste man von der therapeutischen Wirkung des Silbers. Es ist zu vermuten, dass Silber zuerst im alten Ägypten zu medizinischen Zwecken u.a. zur Wundbehandlung eingesetzt wurde. Die Verwendung war zudem auch bei Römern, Griechen, Chinesen, Indern und Persern verbreitet. Hildegard von Bingen (1098-1179) verwendete Silber als Heilmittel bei Verschleimungen und Husten. Im Mittelalter versuchte man Krankheiten vorzubeugen, indem man Wasser aus einer Silbertasse trank. 
Die amerikanischen Siedler, die nach Westen zogen, legten Silber-Dollar-Münzen in ihre Wasserbehälter, um das Wasser auf dem langen Weg länger haltbar zu machen. Das gleiche Vorgehen wurde auch bei den Goldgräbern beobachtet.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Silber von zahlreichen Wissenschaftlern untersucht. In Wasser „gelöstes“ kolloidales Silber wurde zu Desinfektionszwecken genutzt. Renommierte Zeitschriften wie Lancet, Journal of the American Medical Association und das British Medical Journal veröffentlichten Artikel über die heilenden und desinfizierenden Eigenschaften von kolloidalem Silber. 

Wie wirkt kolloidales Silber? - Kolloidales Silber in der Medizin

Heutzutage kommt kolloidales Silber aufgrund seiner antimikrobiellen Wirkung auf vielfache Weise zur äußerlichen Anwendung. Es ist in vielen Salben und Cremes zur Anwendung auf der Haut enthalten. Es wird aber auch in Verbandsmaterialien und speziellen Wundauflagen bzw. -Verbänden genutzt und scheint hier durch die desinfizierende Wirkung die Wundheilung zu verbessern.
Was die Einnahme, also die innere Anwendung von Silberwasser betrifft, da scheiden sich jedoch die Geister. Während Befürworter den gesundheitlichen Nutzen von kolloidalem Silber sehr hoch einschätzen, warnen die Gegner davor und befürchten ernsthafte Nebenwirkungen. Sie könnten vor allem bei einer langfristigen Behandlung mit dem Mittel in großer Menge bzw. hoher Konzentration auftreten. 
Es gibt inzwischen viele traditionelle naturheilkundliche Therapien, deren Wirksamkeit und Unbedenklichkeit auch wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte. Aber es gibt eben auch viele traditionelle Heilmittel, von denen man inzwischen weiß, dass sie dem Körper mehr schaden als nutzen – zumindest, wenn man sie nicht sachkundig, zu hoch konzentriert oder zu lange anwendet.

Wie gefährlich ist Silberwasser? 

Was die Wirkung von Silberwasser auf den menschlichen Körper und die Unbedenklichkeit der innerlichen Anwendung betrifft, müssen auf jeden Fall noch viele Studien gemacht werden, bevor eine unbedenkliche innere Anwendung empfohlen werden kann. Wir wissen noch nicht, inwieweit der oben genannte Mechanismus des Eindringens von Nanosilber in Zellen auf Bakterien bzw. kranke Zellen beschränkt ist. Noch kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch gesunde Körperzellen durch die Einnahme von Nanosilber geschädigt werden könnten. 
Dagegen weiß man, dass der Körper Schwermetalle wie Silber kaum wieder ausscheiden kann und deshalb meist im Gewebe deponiert. Im Falle von Silber werden solche schiefergrauen Ablagerungen in Haut und Schleimhaut als Argyrose bezeichnet. Ist der ganze Körper betroffen, spricht man von Argyrie. Bis es dazu kommt, bedarf es aber großer Mengen an Silber. Das kommt heutzutage nur noch ganz selten vor. Ursachen dafür waren früher meist eine berufliche Exposition mit Silbersalzen, aber auch manche Arzneimittel mit hoher Konzentration von Silberpartikeln.
Bis Silberwasser als innerlich anzuwendendes Arzneimittel zugelassen sein wird, sind noch umfangreiche Untersuchungen nötig.
In der Homöopathie dagegen wird kolloidales Silber hoch verdünnt schon seit langem zur Herstellung des auch innerlich anwendbaren homöopathischen Wirkstoffes Argentum colloidale genutzt.
 

Homöopathische Anwendung von Kolloidales Silber

das Erfrischende unterstützt bei:

  • Entzündungen und Schmerzen im Bereich der Eierstöcke
  • nach unten ziehenden Schmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Wechseljahresbeschwerden
Unsere Texte und Broschüren werden überwiegend von Pascoe-Mitarbeitern erstellt. Sie werden fachlich und wissenschaftlich von hausinternen Experten - Pharmazeuten, (Human)-Biologen und Ernährungswissenschaftlern - inhaltlich und rechtlich geprüft. Sollten Sie Fragen zu den Textinhalten oder unseren Produkten an unsere wissenschaftlichen Ansprechpartner haben, senden Sie uns gerne eine E-Mail an info(at)pascoe.at

Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Wirkstoff-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen von Arzneimitteln.

Wirkstoffe, die Sie auch interessieren könnten