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Naturmedizinischer Wirkstoff Calcium

Woran denken wir zuerst bei dem Wort Calcium? Bei dem einen sind es vermutlich die Knochen bzw. die Osteoporose und damit verbunden die Milchprodukte und andere Calcium-Quellen. Beim anderen ist es der Kalk in den Wasserleitungen. Beim nächsten sind es möglicherweise Erinnerungen an den Erdkunde- oder Chemie-Unterricht, gepaart mit den vielen Ca-Verbindungen, wie Carbonaten, Gips, Kreide, Kalkstein … Möglicherweise fragt sich auch mancheiner, wie das Wort eigentlich richtig geschrieben wird.

Im Weiteren werden Sie Antworten auf diese und viele andere Fragen rund um diesen wichtigen Mineralstoff finden.

Was ist Calcium?

Calcium ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 20 und der Bezeichnung Ca im Periodensystem der Elemente. Auf den Massenanteil bezogen, ist es in der Erdhülle nach Sauerstoff, Silicium, Aluminium und Eisen das fünfthäufigste Element. Überwiegend liegt es chemisch gebunden als Bestandteil verschiedener Mineralien vor: Es bildet Calcit, Marmor, Dolomit, Kreide, Kalkstein und Gips. Gelöst ist es im Wasser vorhanden und bildet die Kalkablagerungen, die wir in unseren Wasserrohren gar nicht mögen. Kein Lebewesen kann jedoch ohne diesen Mineralstoff existieren. Calcium-Verbindungen sind das, was Lebewesen als Außen- oder Innenskelett bilden und was nach ihrem Tod stofflich bleibt: Es sind es die Ablagerungen von abgestorbenem Material, die beispielsweise die Sinterterrassen von Pamukkale, die Höhlensysteme der Schwäbischen Alb und große Teile der Kalkalpen gebildet haben.

Woher kommt der Name und welche Schreibweise ist richtig?

Der Name für diesen Mineralstoff leitet sich vom lateinischen Begriff calx ab. Die Römer bezeichneten Kalk, Kalkstein, Kreide und aus Kalk hergestellten Mörtel als Calx. Eingedeutscht entstand die Schreibeweise Kalzium. Teilweise findet man aber auch die Kombinationen Calzium oder Kalcium, wobei Kalcium die in Schweden gebräuchliche Bezeichnung ist.

Welche Rolle spielt das Mineral im menschlichen Körper?

Der Calciumanteil an unserem Körper-Gewicht beträgt etwa 2 %. Bei einem Erwachsenen sind das etwa 1 bis 2 kg. Damit ist es mengenmäßig der stärkste Mineralstoff im menschlichen Organismus. 99 % davon bilden zusammen mit Phosphat und Magnesium das Grundgerüst unserer Knochen und Zähne.Das restliche eine Prozent befindet sich in den Körperflüssigkeiten und Zellen und hat dort weitere sehr wichtige Funktionen. Dazu gehören - gemeinsam mit Magnesium - die Erregung von Muskeln und Nerven und verschiedene Stoffwechselaufgaben im Körper. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle bei der Zellteilung und bei der Aktivierung von Enzymen und Hormonen.

Wieviel Calcium braucht der Mensch und was sind die besten Quellen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt für Jugendliche und Erwachsene eine empfohlene tägliche Zufuhr von 1000 bis 1200 mg Ca an. Das entspricht auch den D-A-CH-Referenzwerten. Nur 20 bis 40 % des mit der Nahrung zugeführten Calciums werden auch tatsächlich im Dünndarm aktiv durch spezielle Transportmoleküle ins Blut aufgenommen und stehen dann dem Körper zur Verfügung. Der Rest wird einfach wieder mit dem Stuhl ausgeschieden.

Verschiedene Faktoren haben Einfluss auf die Calcium-Aufnahme aus der Nahrung:

  • Je mehr Ca auf einmal zugeführt wird, desto geringer ist der prozentuale Anteil, der auch wirklich im Darm resorbiert wird.
  • Mit zunehmendem Alter sinkt die Resorptionsquote.
  • Verschiedene Bestandteile der Nahrung können die Resorptionsquote vermindern – dazu zählen Phytate, die in Vollkornprodukten vorkommen, aber auch zu viel Kochsalz, Phosphate, Eiweiße und Kaffee.
  • Vitamin D steigert die Resorptionsquote.
  • Organische Ca-Verbindungen wie Gluconate, Lactate und Citrate sind besser resorbierbar als anorganische Verbindungen, wie Carbonate. Letztere liegen beispielsweise in Mineralwässern vor.

Auch Milchprodukte enthalten überwiegend Ca-Carbonat-Verbindungen. Trotzdem sind es die größten Ca-Quellen in unserer Nahrung, weil sie große Mengen dieses Mineralstoffs enthalten. 100 g Parmesan enthält beispielsweise 1,2 g Kalzium. Ein halbes Glas Milch, also 100 ml, enthalten 120 mg Kalzium. Aber auch viele Gemüse-Sorten, insbesondere grünes Gemüse gehören zu den calciumreichen Lebensmitteln. Grünkohl beispielsweise enthält 230 mg Ca pro 100 g.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Vitamin D, Calcium und Osteoporose?

Osteoporose ist eine typische Erkrankung des Alters. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Knochenmasse abnimmt, weil sich das Verhältnis von Knochenaufbau zu Knochenabbau verschiebt. Die Folge ist, dass die Knochen im ganzen Körper weniger stabil sind und brüchig werden. Osteoporose lässt sich am besten dadurch vorbeugen, dass während Kindheit und Jugend ausreichend Calcium aufgenommen wird, damit sich bis zum Alter von 35 Jahren eine hohe Knochenmasse ausbilden kann. Zusätzlich ist viel Bewegung in jeder Lebensphase notwendig, weil die damit verbundene mechanische Reizung der Knochen ebenfalls sehr wichtig für den Knochenstoffwechsel ist.Sowohl für die Aufnahme aus dem Darm als auch für den Einbau des Calciums in den Knochen ist unter anderem auch Vitamin D nötig. Da bei älteren Menschen die körpereigene Bildung dieses Vitamins oft eingeschränkt ist, ist gerade im Alter eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung wichtig. Die empfohlene Zufuhr von Calcium zur Osteoporose-Prophylaxe bei älteren Menschen liegt deshalb bei täglich 1000 bis 1500 mg Calcium und 400 bis 1000 I.E. Vitamin D3.

Ursachen von einem Calciummangel

Calciummangel kommt gerade bei älteren Menschen häufig vor, weil die Resorptionsquote von Kalzium im Darm mit zunehmendem Alter sinkt, aber auch wegen einer zunehmend eingeschränkten Nierenfunktion und einem verbreiteten Vitamin-D-Mangel.

Andere Ursachen für einen Calciummangel bzw. einen erhöhten Bedarf an diesem Mineralstoff können beispielsweise sein:

  • Leistungssport, Wechseljahre, Schwangerschaft, Stillzeit, extreme Wachstumsphasen
  • Alkoholismus. Ethanol hemmt die Aktivität der aufbauenden Knochenzellen (Osteoblasten).
  • Arzneimittel. Insbesondere Säureblocker haben einen negativen Einfluss auf den Ca-Haushalt, aber auch Abführmittel, manche Antibiotika, Corticoide und einige andere.
  • Ernährung. Problematisch sind zu viel Phosphat (Cola), Oxalat (Rhabarber, Spinat), Phytate (Vollkornprodukte), Kochsalz, Eiweiß, Kaffee, ungesättigte Fettsäuren. Sie behindern die Calciumaufnahme bei gleichzeitiger Zufuhr.
  • Andere Erkrankungen, wie Magen-Darm-Erkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Nierenerkrankungen beeinflussen den Calcium-Haushalt.

Folgen von Calciummangel

Entsprechend der vielfältigen Funktionen von Calcium sind auch die Mangel-Symptome im Körper sehr breit gefächert. Ganz vorn stehen Osteoporose und Rachitis als klassische Knochenerkrankungen, die infolge eines Ca-Mangels entstehen können.

Außerdem können beispielsweise auftreten:

  • Wachstumsstörungen bei Kindern
  • Niereninsuffizienz
  • Muskelkrämpfe, Missempfindungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Gestörte Blutgerinnung

Calcium - das Stoffwechsel-Mineral trägt bei zur Normalfunktion von

  • Blutgerinnung
  • Energiestoffwechsel
  • Muskelfunktion
  • Signalübertragung zwischen den Nervenzellen
  • Verdauungsenzymen
  • Zellteilung und -differenzierung

Darüber hinaus wird es benötigt zur Erhaltung des Normalzustandes von

  • Knochen
  • Zähne 
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Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Wirkstoff-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen von Arzneimitteln.