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Naturmedizinischer Wirkstoff Mangan

Mangan – das Spurenelement für den Energiestoffwechsel

Was ist Mangan?

Mangan ist ein chemisches Element. Im Periodensystem der Elemente ist es in der 7. Nebengruppe mit der Ordnungszahl 25 und dem Symbol Mn zu finden. Es handelt sich um ein Übergangsmetall, welches dem Eisen ähnelt. Mangan wird hauptsächlich als Legierungsbestandteil in der Stahlindustrie eingesetzt, weil es die Eigenschaften von Eisen verbessert. Für uns und alle anderen Lebewesen ist es ein lebensnotwendiges Spurenelement.

Wo kommt Mangan natürlich vor?

Mangan ist zu 0,095 % Bestandteil der Erdkruste und kommt dort ähnlich häufig vor wie Phosphor oder Fluor. Man findet es jedoch nicht elementar, also als reines Mangan, sondern immer gebunden. Meist liegt es vor als Mangansilikat, Mangancarbonat oder Manganoxid. Die Kalahari-Wüste Südafrikas birgt die größten Mangan-Vorkommen der Welt. Pflanzen brauchen Mangan, um Photosynthese betreiben zu können. Deshalb sind pflanzliche Produkte vergleichsweise manganreich.

In besonders hohen Konzentrationen ist Mangan im schwarzen Tee enthalten. Wegen seines hohen Gerbstoffanteils ist das Mangan aus schwarzem Tee aber schlecht bioverfügbar. Andere manganreiche Lebensmittel sind Aroniabeeren, Heidelbeeren, Roggenvollkornbrot, Weizenkeime, Haferflocken, Leinsamen, Haselnüsse und Sojabohnen. Aber auch grünes Blattgemüse ist ein Mangan-Lieferant. Das zeigt, dass eine ausgewogene Ernährung der beste Weg ist, um einem Manganmangel vorzubeugen. Tierische Lebensmittel sind allerdings vergleichsweise manganarm. 

Wofür braucht man Mangan?

Das essentielle Spurenelement Mangan hat viele wichtige Funktionen im Körper. Es ist unverzichtbarer Bestandteil von Enzymen, die den Kohlenhydrat-, Protein- und Fettstoffwechsel steuern und dadurch für die Bildung wichtiger körpereigener Verbindungen zuständig sind.
Die Mitochondrien sind die Energiekraftwerke unserer Zellen und brauchen Mangan für die Funktion des Enzyms Superoxiddismutase (SOD). Dieses Enzym schützt sie vor den aggressiven freien Radikalen und sichert die Energiebereitstellung der Zelle. Auch für den Aufbau von Bindegewebe, Knorpel und Knochen spielen manganabhängige Enzyme eine wichtige Rolle. Hauptspeicherorte von Mangan im menschlichen Körper sind Leber, Knochen, Nieren und Bauchspeicheldrüse.

Wieviel Mangan braucht der Mensch?

Der Körper eines Erwachsenen enthält etwa 10 bis 20 mg Mangan. Der tägliche Bedarf liegt bei etwa 2 bis 5 mg. Gelegentlich werden vom Arzt zur Behandlung vom Manganmangel aber auch hochdosierte Arzneimittel oder Nahrungsergänzungen mit Mangan verordnet. Auch in solchen so genannten therapeutischen Dosen bis 30 mg pro Tag sind keine unerwünschten Nebenwirkungen bekannt.

Wodurch entsteht Manganmangel?

Zu einem erhöhten Bedarf bzw. einem Mangan-Mangel können beispielsweise ein hoher Alkoholkonsum oder Schwermetall-Belastungen führen. Auch eine einseitige, gemüsearme Ernährung mit viel Zucker und vielen Weißmehl-Produkten können zu einem Manganmangel führen. Verschiedene Grund-Erkrankungen gehen oft mit einem Mangan-Mangel einher, wobei nicht immer eindeutig klar ist, was Ursache und was Auswirkung ist - das betrifft v.a. verschiedene psychische Störungen bzw. Nerven-Erkrankungen. 

Welche Folgen hat Manganmangel?

Da die biologische Bedeutung von Mangan so komplex ist, sind die Symptome bei einem Mangel eher unspezifisch. Dazu können Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel gehören, wie Diabetes oder Glucose-Intoleranz. Möglich sind auch Wachstumsstörungen bei Kindern bzw. Knochen- und Knorpel-Veränderungen bis hin zur Osteoporose. Nicht zuletzt kann ein Mangan-Mangel auch zu verschiedenen Haut-Erkrankungen und zu Appetitlosigkeit führen.

Gibt es Manganvergiftungen?

Manganhaltiger Staub wirkt toxisch, wenn er in hohen Dosen eingeatmet wird. Deshalb kann es bei Gewinnung, Transport, Verarbeitung und Verwendung von Mangan zu einer Erkrankung kommen, die als Berufskrankheit anerkannt ist. Zunächst kommt es zu Husten und Entzündungen der Atemwege. Bei Langzeit-Belastung mit Manganstäuben kann es aber auch zum Manganismus kommen, einer Schädigung des Zentralnervensystems mit motorischen Störungen.

Was kann Mangan für unsere Gesundheit leisten?

Mangan, das Spurenelement für den Energiestoffwechsel, trägt dazu bei:

  • einen normalen Energiestoffwechsel zu gewährleisten
  • einen normalen Knochenbau zu erhalten
  • eine normale Bindegewebsbildung zu gewährleisten
  • Körperzellen vor oxidativem Stress zu schützen

Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Wirkstoff-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen von Arzneimitteln.