Inge Pascoe & ihre Kinder - Auf Expansionskurs

Ziel, den gesamten Produktionsablauf von der Herstellung der Wirkstoffe bis hin zu den mehrstufigen Arzneimittel-Qualitätskontrollen auf die GMP-Richtlinien umzustellen. Das Know-how dafür brachte Birgit Wilrich mit. In enger Absprache mit ihrer Mutter organisierte sie Arbeitsprozesse neu und ließ Produktionsräume umbauen. So wurde ein Luftdruckverfahren mit speziellem Belüftungssystem installiert, das im Umfeld der Produktionsmaschinen absolut keimfreie Luft garantierte. Mit der Einrichtung einer vollautomatischen Abfüll- und Verpackungsstraße trieb Birgit Wilrich die Rationalisierung der Arbeitsabläufe voran. Die neue Anlage füllte bei mittlerer Geschwindigkeit bis zu 3.600 Flaschen in einer Stunde. Unter einer herabhängenden Folie herrschten  besondere  Luftdruckverhältnisse,  die  dafür sorgten, dass dieser Bereich steril blieb. Birgit Wilrich  erweiterte  auch  die  Qualitätskontrollen im chemisch-analytischen Kontroll-Labor nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Gemeinsam mit einer Diplom- und Lebensmittelchemikerin befasste sie sich mit der Haltbarkeit der Präparate und der Standardisierung der Ausgangsmaterialien. Dafür investierte Pascoe in modernste Geräte wie Polarimeter, pH-Meßgeräte, Dichtigkeitsmesser und Einrichtungen zur Auswertung von Chromatographie und kapillar analytischen Verfahren. Die Reorganisation der Produktion war erfolgreich: Als Pascoe 1974 nach den WHO-Richtlinien für alle pharmazeutischen Industriebetriebe überprüft wurde, gab es „keinerlei Beanstandungen“. Im selben Jahr konnte das Unternehmen mit seinen 85 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 6 Millionen D-Mark verbuchen.

Neue Führung und Reorganisation

Nach dem Tod von Fritz Pascoe im Juni 1970 stand seine Frau Inge mit 52 Jahren plötzlich an der Spitze des Gießener Arzneimittelunternehmens Pascoe GmbH. „Ein Verkauf kam für mich nicht in Frage“, erinnert sich die Seniorchefin. „Ich habe mich entschieden, das Unternehmen in der Familie zu halten, um es später an unseren damals 14-jährigen Sohn Jürgen zu übergeben.“ Und sie holte sich Verstärkung: 1971 trat Inge Pascoes Tochter aus erster Ehe, Dr. Birgit Wilrich, in das Unternehmen ein. Die promovierte Pharmazeutin hatte bis dahin als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Eberhard Karls Universität Tübingen gearbeitet. „Es war für mich selbstverständlich, meine Mutter zu unterstützen“, erzählt Birgit Wilrich, die über 30 Jahre lang für die Bereiche Fertigung und Qualitätskontrolle verantwortlich war. 

Mit dem erfahrenen Prokuristen Fritz Arnold an ihrer Seite übernahm Inge Pascoe das Pharmaunternehmen zu einer Zeit, als die Homöopathie weltweit an Bedeutung gewann. Ärzte und Patienten fragten verstärkt nach Wirksamkeit, Herstellungsqualität und Nebenwirkungen von Arzneien. Rasch war der neuen Geschäftsführung klar, dass sie die Produktion angesichts steigender Qualitäts- und Marktanforderungen reorganisieren mussten. 1969 hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals die GMP-Regeln (Good Manufacturing Practice) veröffentlicht: Anforderungen an Hygiene, Räumlichkeiten, Ausrüstung, Dokumentationen und Kontrollen bei der Herstellung von Arzneimitteln. Zwar hatte Pascoe bereits Anfang der 1960er Jahre eine Forschungsabteilung eingerichtet, die dokumentierte und reproduzierbare Daten für wissenschaftlich belegbare Wirksamkeitsnachweise lieferte. Aber jetzt war das Ziel, den gesamten Produktionsablauf von der Herstellung der Wirkstoffe bis hin zu den mehrstufigen Arzneimittel-Qualitätskontrollen auf die GMP-Richtlinien umzustellen. 

Das Know-how dafür brachte Birgit Wilrich mit. In enger Absprache mit ihrer Mutter organisierte sie Arbeitsprozesse neu und ließ Produktionsräume umbauen. So wurde ein Luftdruckverfahren mit speziellem Belüftungssystem installiert, das im Umfeld der Produktionsmaschinen absolut keimfreie Luft garantierte. Mit der Einrichtung einer vollautomatischen Abfüll- und Verpackungsstraße trieb Birgit Wilrich die Rationalisierung der Arbeitsabläufe voran. Die neue Anlage füllte bei mittlerer Geschwindigkeit bis zu 3.600 Flaschen in einer Stunde. Unter einer herabhängenden Folie herrschten besondere Luftdruckverhältnisse, die dafür sorgten, dass dieser Bereich steril blieb. Birgit Wilrich erweiterte auch die Qualitätskontrollen im chemisch-analytischen Kontroll-Labor nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Gemeinsam mit einer Diplom- und Lebensmittelchemikerin befasste sie sich mit der Haltbarkeit der Präparate und der Standardisierung der Ausgangsmaterialien. Dafür investierte Pascoe in modernste Geräte wie Polarimeter, pH-Meßgeräte, Dichtigkeitsmesser und Einrichtungen zur Auswertung von Chromatographie und kapillar analytischen Verfahren. 

Die Reorganisation der Produktion war erfolgreich: Als Pascoe 1974 nach den WHO-Richtlinien für alle pharmazeutischen Industriebetriebe überprüft wurde, gab es „keinerlei Beanstandungen“. Im selben Jahr konnte das Unternehmen mit seinen 85 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 6 Millionen D-Mark verbuchen.

Bewährte und neue Präparate

Mitte der 1970er Jahre umfasste das Produktionsprogramm von Pascoe Infusionen, Spezialitäten und Injektionen. Zur Herstellung der Pflanzenextrakte wurden sofort nach der Ernte angelieferte, aber auch getrocknete Pflanzen zerkleinert und mit Alkohol verarbeitet. Die Labormitarbeiter untersuchten das gewonnene Material, um die Tinkturenansätze auf den in den Arzneibüchern und Betriebsvorschriften festgelegten Wirkstoffgehalt einzustellen. Eine hydraulische Spezialpresse erzeugte Frischpflanzensäfte beziehungsweise Tinkturenansätze. Die Frischpflanzen stammten mittlerweile nicht immer aus der Region. Seit der Erweiterung der Produktionsgebäude in den 1960er Jahren gab es auf dem Betriebsgelände im Schiffenberger Weg keinen Frischpflanzengarten mehr. Birgit Wilrich wollte das ändern: „Dass wir den Frischpflanzenanbau in eigener Regie wieder aufnehmen und die Tinkturen wieder bei den uns selbst herstellen, war für mich aus Qualitätsgründen ganz wichtig.“ Sie suchte nach einem geeigneten landwirtschaftlichen Betrieb in der Nähe, der die hohen Qualitätsanforderungen von Pascoe erfüllte. Sie fand ihn im Kräuterhof Müller in Staufenberg; nur sechs Kilometer vom Gießener Fertigungsbetrieb entfernt.

Kontinuierlich erweiterte Pascoe auch in den 1970er Jahren sein Portfolio aus pflanzlichen Arzneimitteln und Homöopathika. So testete Dr. Helmut W. Schimmel die Anwendung von Complexnosoden in der ärztlichen Praxis. Die Nosodentherapie  ist  eine  besonders  spezifische  Form  der homöopathischen Reiztherapie. Sie kommt sowohl vor allem im Bereich der Frühdiagnose und Frühbehandlung sowie bei chronischen Erkrankungen zur Anwendung. Dr. Helmut W. Schimmel definiert Nosoden als „sterilisierte, nach homöopathischen Gesetzen potenzierte Arzneimittel“. Ausgangsstoffe sind Gewebe, Sekrete, Exkrete, Seren und Blutbestandteile, devitalisierte mikrobielle Kulturen von Viren, Bakterien und Pilzen sowie Parasiten. In enger Zusammenarbeit mit der Forschungsabteilung entwickelte er die sogenannten Noso-Complexe, die ab 1975 in den Handel kamen. Diese Complexe enthielten oben beschriebene Gewebe- und Mikroben - Nosoden sowie Mischungen homöopathisch aufbereiteter häufig vorkommender toxischer Substanzen wie Schwermetalle, Insektizide oder Pestizide. Pascoe reagierte damit auf mögliche Auswirkungen der wachsenden Umweltverschmutzung.

«Dass wir den Frischpflanzenanbau in eigener Regie wieder aufnehmen und die Tinkturen wieder bei uns selbst herstellen, war für mich aus Qualitätsgründen ganz wichtig.» Birgit Wilrich

Das Gute liegt so nah - Arzneirohstoffe aus Staufenberg

Pascoe legt großen Wert auf eine umweltverträgliche Produktion. Das beginnt bei der Wahl der Rohstoffe für die pflanzlichen und homöopathischen Präparate. Der Gießener Arzneimittelhersteller bezieht einen Großteil heimischer Heilpflanzen vom nahegelegenen Kräuterhof Müller in Staufenberg. 

Die erfolgreiche Kooperation begann in den 1970er Jahren. Seit 1987 bauen Agraringenieure Arzneimittelpflanzen wie Arnika, Johanniskraut, Gänseblümchen, Mariendistel, Calendula, Echinacea, Tigerlilien und knotige Braunwurz nach kontrolliert biologischen Richtlinien an. Die Anpflanzung hochwertiger Rohstoffe in der Region, die Ernte von Hand, die kurzen Transportwege und die sofortige Verarbeitung bei Pascoe sind Garanten für die gleichbleibende Qualität und Produktsicherheit.

„Ohne männlichen Beistand"

Um neue Kunden zu gewinnen, modernisierten Inge Pascoe und ihre Tochter auch die Marketingstrategie des Unternehmens. Pascoe nahm mit Informationsständen auf dem jährlichen Kongress des  Zentralverbands der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V. (ZAEN) in Freudenstadt sowie dem Deutschen Krebskongress in Bad Salzuflen teil. Außerdem besuchte Pascoe zahlreiche Heilpraktikerkongresse.

Dr. Helmut W. Schimmel und Prof. Dr. Horst F. Herget, der inzwischen auf den Lehrstuhl für Anästhesie der Justus-Liebig-Universität Gießen berufen worden war, präsentierten hier ihre gemeinsam mit Pascoe erarbeiteten Ergebnisse zu Irisdiagnose, Phytotherapie und chronischen Beschwerden sowie schmerzhaften Erkrankungen. In zum Teil mehrbändigen Monografien fassten die beiden Wissenschaftler die Resultate für die interessierte Allgemeinheit zusammen. Publiziert wurden die Bücher, die oft sehr zahlreiche Auflagen erreichten, von der wissenschaftlichen Abteilung der Pascoe Pharmazeutische Präparate GmbH.

Als Geschäftsführer Friedrich Arnold den Modernisierungskurs von Inge Pascoe nicht mehr mittragen wollte, trennte sie sich von ihrem langjährigen Mitarbeiter, damals eine mutige Entscheidung. Waren doch Frauen an der Spitze eines Unternehmens in den 1970er Jahren deutlich seltener als heute. „Man hat meiner Tochter und mir einfach nicht zugetraut, das Unternehmen ohne männlichen Beistand zu führen“, fasst Inge Pascoe die damalige Stimmung zusammen. Fortan war Birgit Wilrich neben der Produktion auch für den Einkauf zuständig. Inge Pascoe übernahm die Finanzen. Die erforderliche Qualifikation hatte sie sich seit dem Tod ihres Mannes in betriebswirtschaftlichen Abendkursen angeeignet. „Die Buchhaltung war mir besonders wichtig, denn ich wollte unser Rechnungswesen auf neue Beine stellen“, erzählt Inge Pascoe.

«Man hat meiner Tochter und mir einfach nicht zugetraut, das Unternehmen ohne männlichen Beistand zu führen.» Inge Pascoe

Das zweite Arzneimittelgesetz – eine Revolution

Als die sozialliberale Koalition unter Helmut Schmidt im September 1976 aufgrund gestiegener internationaler Anforderungen an die Unbedenklichkeit von Arzneimitteln das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelrechts verkündete, standen die beiden Frauen vor ihrer ersten großen Herausforderung.

„Diese Gesetzesverabschiedung kam für die Pharmabranche einer Revolution gleich“, erinnert sich Dr. Birgit Wilrich. Bislang war es vergleichsweise einfach gewesen, einen neuen Arzneistoff einzuführen. Das Arzneimittelgesetz (AMG) von 1961 enthielt keine Verpflichtung, Heilmittel auf Wirksamkeit und Verträglichkeit zu prüfen; es gab nur eine Registrierung. „Für die industrielle Arzneimittelproduktion, die damals 85 Prozent aller Medikamente fertigten, war überhaupt nichts geregelt“, beschreibt sie die Situation.

Das Zweite Arzneimittelgesetz, das am 1. Januar 1978 in Kraft trat, legte erstmals Grundsätze für die Qualitätsprüfung sowie für die pharmakologisch-toxikologische und die klinische Prüfung von Präparaten fest. Um die Arzneimittelsicherheit zu erhöhen, mussten die Hersteller nun ein Zulassungsverfahren durchlaufen. Die neuen Leitlinien hießen Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit.

Für Pascoe war die Dokumentation der Herstellungsvorgänge und die analytischen Kontrollen der Präparate zwar seit Langem eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem bedeutete das neue Gesetz auch für das Gießener Unternehmen eine Zäsur. „Für uns als ein auf Naturmedizin spezialisiertes Unternehmen war das neue Gesetz wichtig, weil es festschrieb, dass pflanzliche und homöopathische Arzneimittel weiterhin verordnet werden können“, erinnert sich Dr. Birgit Wilrich. Es klassifizierte Naturheilmittel als besondere Therapierichtung.

Damit hatte sich das Zweite Arzneimittelgesetz von den ersten Vorschlägen, die entweder eine Beseitigung oder eine Diskriminierung der homöopathischen und phytotherapeutischen Arzneimittel bedeutet hätten so weit gewandelt, dass für homöopathische Mittel die Registrierung, für phytotherapeutische Arzneimittel erleichterte Zulassungsbedingungen geschaffen wurden. Da Pflanzenarzneien  Vielstoffgemische  sind, war der Wirksamkeitsnachweis durch pharmakologische Untersuchungen für Phytopharmaka allerdings nicht möglich. Daher erkannte das Bundesgesundheitsamt für naturmedizinische Präparate Anwendungsbeobachtungen, ärztliche Erfahrungsberichte oder Sammlungen von Einzelfallberichten an.  Die Arzneimittel erhielten Zulassungsnummern und die Hersteller durften ihnen eindeutige Indikationen zuordnen, die sie auf den Verpackungen angaben.

Im Zuge der Reform des Arzneimittelgesetzes erschien 1978 auch das erste amtliche Homöopathische Arzneibuch (HAB 1). Dafür hatte das Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit 1976 die Homöopathische Arzneibuch-Kommission mit zwei Ausschüssen einberufen. Dr. Birgit Wilrich war Mitglied im Analytik-Ausschuss. „Hauptziel war die Qualitätsverbesserung“, beschreibt sie die Aufgabe der Kommission. „Wir haben Verfahren und Untersuchungslösungen festgelegt, mit denen Arzneirohstoffe auf ihre Identität und Reinheit geprüft und Trocknungsverluste bestimmt werden können.“ Die Identitäts- und Reinheitsprüfungen sollten unzulässige Beimengungen anderer Pflanzenarten oder Verunreinigungen durch nichtpflanzliche Zusätze ausschließen. Das HAB 1 regelte verbindlich die Fertigung aller nach homöopathischen Verfahren hergestellter Arzneimittel.

Veränderte Produktpalette

Das neue Gesetz brachte nicht nur Klarheit in den Qualitätsstandards, sondern auch großen Aufwand, sie zu erfüllen. Die Nachzulassung bereits eingeführter Medikamente zog sich über mehr als zwei Jahrzehnte hin, bei einzelnen Pascoe-Produkten bis in die jüngste Vergangenheit. Die Verfahren dauerten so lange, weil Anfang der 1980er Jahre erst rund zehn Prozent aller Heilpflanzen pharmakologisch untersucht waren. Das Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit berief eine Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel (Kommission E), die wissenschaftliches und erfahrungsheilkundliches Material zu Heilpflanzen für sogenannte Monografien sammelte, die Grundlage für die Neu- und Nachzulassung. Die Monografien beschrieben die wirksamen Bestandteile des Arzneimittels, seine pharmakologischen Eigenschaften sowie Injektionen, homöopathische Einzelmittelinjektionen, Nosoden Anwendungsgebiete, Nebenwirkungen, Dosierungsempfehlungen und die Art der Anwendung.

Trotz der Vorarbeiten der hauseigenen Forschungsabteilung seit den 1960er Jahren bedeutete die Nachzulassung für Pascoe einen erhöhten Prüfungsaufwand. Zu jedem Arzneimittel mussten detaillierte analytische Untersuchungsergebnisse vorgelegt werden; mit weitreichenden Folgen für die Produktpalette von Pascoe. „Viele unserer Präparate enthielten zahlreiche Inhaltsstoffe. Wir haben sie dann auf ein bis drei Wirkstoffe reduziert“, erinnert sich Birgit Wilrich. „Das einzelne Präparat beinhaltete nun höhere Anteile der jeweiligen Wirkstoffe. Das führte mitunter dazu, dass aus einer Arznei ein Nahrungsergänzungsmittel wurde.“ Eine weitere Auswirkung des Zweiten Arzneimittelgesetzes auf die Produktpalette war eine Verringerung der angebotenen Präparate. Von 2.500 Arzneimitteln blieben rund 250 übrig. Der Grund: Vor dem neuen Gesetz hatte Pascoe zahlreiche Arzneien nach den individuellen Anforderungen einzelner Heilpraktiker zusammengestellt, was nach Einführung der Monografien nicht mehr möglich war.

Anfang der 1980er Jahre bot Pascoe Präparate aus sechs Produktgruppen an: Spezialitäten in unterschiedlichen Darreichungsformen, homöopathische Mischinjektionen, Vitamin- Complexe und Similiaplexe. Die Arzneimittel deckten ein breites Spektrum von Krankheitsbildern ab: Herz- und Kreislaufstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Nervenleiden oder Nieren- und Blasenerkrankungen. Die Anwendungsgebiete reichten vom Hustensaft über Rheumamittel Rheumapasc bis zu Präparaten gegen akute Beschwerden, chronische Krankheiten und Mittel zur Stärkung körpereigener Abwehrkräfte wie Pascotox.

Exportorientierung unter Juniorchef Jürgen F. Pascoe

Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, musste Pascoe seine Leistungsfähigkeit steigern und weiter rationalisieren. Das Unternehmen investierte in ein EDV-gestütztes Controllingsystem auf Vollkostenbasis. Weil in den 1970er Jahren die Löhne und Sozialabgaben stark gestiegen waren, hatte sich der Ertrag verringert. Inge Pascoe sah sich daher gezwungen, Mitarbeiter zu entlassen. Bis 1983 sank die Zahl der Beschäftigten auf 67. Zugleich modernisierte Pascoe seine Produktionsanlagen nach GMP-Richtlinien und investierte in umfangreiche Baumaßnahmen. Da fehlende Lagermöglichkeiten die Produktionsmengen begrenzten, wurde ein neues Lager- und Versandgebäude errichtet. Außerdem vergrößerte Pascoe die Betriebsräume.

Dass der Firmenneubau 1984 nach wenigen Monaten Bauzeit eingeweiht werden konnte, war auch der Verdienst von Juniorchef Jürgen F. Pascoe. Nach Abschluss seines Studiums war der diplomierte Wirtschaftsingenieur 1983 in das elterliche Unternehmen eingetreten. Seit 1987 steht er als Geschäftsführer gemeinsam mit seiner Mutter an der Spitze des Familienunternehmens. War die bisherige Unternehmensstrategie auf Qualitätssteigerung bei Rationalisierung der Produktion ausgerichtet gewesen, nahm Jürgen F. Pascoe den Export in den Blick. Zwar belieferte Pascoe bereits vereinzelte Apotheken in den USA, Skandinavien und den Niederlanden, aber die Exportquote lag noch 1982 bei lediglich 3,4 Prozent. Auch weil es verstärkt Einzelbestellungen ausländischer Mediziner und Anfragen von Ärzten aus dem angloamerikanischen Raum gab, die sich um Vertriebsrechte für Pascoe-Produkte bemühten, sah Jürgen F. Pascoe große Exportchancen für Naturheilmittel made in Gießen.

Jürgen F. Pascoe erarbeitete ein stufenweise differenziertes Export-Marketingkonzept und eine detaillierte Analyse des US-amerikanischen Markts. Denn in den 1980er Jahren erlebte die amerikanische Homöopathie eine von Laienheilkundigen getragene Renaissance. Auf dem internationalen Ärztekongress für Alternativmedizin in Baden-Baden knüpfte Jürgen F. Pascoe mit US-amerikanischen Ärzten erste Kontakte zu einer kalifornischen Vertriebsfirma. Zugleich bemühte er sich verstärkt um Abnehmer in anderen englischsprachigen Ländern wie Kanada, Südafrika, Australien, Neuseeland und Indien. Durch die Vermittlung von Dr. Helmut W. Schimmel lernte er den britischen Mediziner George Lewith kennen, der heute Professor of Health Research im Department of Primary Care an der University of Southampton ist. Von 1980 bis 2010 war Lewith Mitinhaber des Centre for Complementary and Integrated Medicine sowie eines Arzneigroßhandels, mit dem Pascoe bis heute zusammenarbeitet. Jürgen F. Pascoe baute auch den Vertrieb in den deutschsprachigen Nachbarländern systematisch aus und nahm Kontakt zu Pharmagroßhändlern in der Westschweiz und im österreichischen Linz auf. Auf einer Messe lernte er einen italienischen Unternehmer kennen, der persönlich die heilende Wirkung von Pascoe-Arzneien erfahren hatte. Rasch entwickelte sich mit dem nördlich von Mailand ansässigen Vertriebsunternehmen eine enge Geschäftsbeziehung, die bis heute besteht. Jürgen F. Pascoe trieb die neue Exportstrategie mit großen Engagement voran: 1985 belieferte Pascoe bereits mehr als 30 Länder weltweit. 1987 gründete das Unternehmen die Tochtergesellschaft Planta-Pharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH.

«Wir wollten, dass beim Anbau der Heilpflanzen für unsere Arzneimittelproduktion auf den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden verzichtet wird.» Birgit Wilrich

„Gibt es stattdessen nicht auch ein Naturheilmittel?“

Im Ausland stießen die Rezeptierbücher von Pascoe in englischer Sprache auf große Nachfrage. Auch die Vorträge, die ein Mitarbeiter der wissenschaftlichen Abteilung in England und in den USA zu naturheilkundlichen Diagnose- und Behandlungsmethoden hielt, fanden breites Interesse. Nach seiner Rückkehr berichtete er den Kollegen in Gießen, die Reaktionen seien geradezu „enthusiastical“ gewesen. 

Und wie war die Situation in der Bundesrepublik? Auch für den deutschen Markt registrierte Pascoe einen „stark positiven Trend in der Bevölkerung“. Nach einer Allensbach Umfrage aus dem Jahr 1989 lagen Naturheilmittel, insbesondere Phytotherapeutika, voll im Trend und wurden von 58 Prozent der Befragten positiv bewertet. Hatten pflanzliche Präparate 1980 lediglich einen Anteil von etwa 7,7 Prozent am Gesamtumsatz aller Arzneimittel ausgemacht, waren es 1989 bereits 10 Prozent. Immer öfter hörten die mittlerweile neun Pascoe Außendienstmitarbeiter die Frage: „Gibt es stattdessen nicht auch ein Naturheilmittel?“ Immer mehr Patienten wünschten sich die Verschreibung von Naturheilmitteln. Zugleich wuchs die Sensibilität gegenüber den in der Landwirtschaft eingesetzten Pflanzenschutzmitteln. „Wir wollten, dass beim Anbau der Heilpflanzen für unsere Arzneimittelproduktion auf den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden verzichtet wird“, erinnert sich Birgit Wilrich. „Deshalb haben wir uns 1987 für den kontrolliert biologischen Anbau und schonende Ernteverfahren entschieden.“ 

Mit zahlreichen Publikationen informierte Pascoe seine Kunden, in welchen Fällen naturgemäße Therapiemethoden erfolgreich eingesetzt werden können. Nicht nur in der Bevölkerung, auch bei Ärzten und Medizinstudenten nahm das Interesse an naturheilkundlichen Behandlungen zu. In den 1980er Jahren verdreifachte sich die Mitgliederzahl des Deutschen Zentralvereins Homöopathischer Ärzte. Für Mediziner gab es neue Weiterbildungsmöglichkeiten, für Studenten aktuelles Lehrmaterial zur Pflanzenheilkunde. Außerdem boten einzelne Universitäten verstärkt Lehrveranstaltungen zur Homöopathie an. 1988 wurden Homöopathie und Naturheilkunde als Prüfungsfächer in die Approbationsordnung für Ärzte aufgenommen. Die Freie Universität richtete im Oktober 1989 den ersten Lehrstuhl für Naturheilkunde in West-Berlin ein.

Qualität, Forschung und Entwicklung

Um auf Dauer höchstmögliche Produktqualität zu gewährleisten, investierte Pascoe noch mehr in interne Qualitätskontrollen. Zur Vermeidung wechselseitiger Verunreinigungen von pflanzlichen und homöopathischen Arzneien ging das Unternehmen dazu über, Injektionslösungen, Tabletten und Salben in unterschiedlichen Räumen herzustellen. Identität und Reinheit der Präparate wurden sowohl während der Herstellungsprozesse als auch bei den Endprodukten mit modernsten chromatographischen und spektrometrischen Verfahren überwacht. Außerdem automatisierte Pascoe aufgrund der hohen Hygieneanforderungen die Fertigungsprozesse: Ampullen für Injektionslösungen wurden in einem in sich geschlossenen System gereinigt, vor und nach der Befüllung sterilisiert und anschließend computergesteuert auf vorhandene Schwebeteilchen und die angemessene Füllmenge geprüft. Die Salbenzubereitung erfolgte unter Vakuum, um die oxidationsempfindlichen Stoffe vor Luftsauerstoff zu schützen. Auch das Einsiegeln der Dragees und Tabletten sowie das Abfüllen und Verschließen von Salben in Tuben geschah nun vollautomatisch. Darüber hinaus setzte Pascoe Fachpersonal für zusätzliche visuelle Prüfungen ein und baute eine computergestützte Kommissionierstraße für einen leistungsstarken und schnellen Lieferservice auf.

Als Garant für gleichbleibende Qualität und Produktsicherheit investierte Pascoe zudem verstärkt in klinische Langzeitprüfungen. Bereits seit den 1960er Jahren ließ die Forschungsabteilung in enger Zusammenarbeit mit Kliniken, niedergelassenen Ärzten und Heilpraktikern Studien zur Wirksamkeit und Verträglichkeit naturmedizinischer Arzneimittel durchführen. 1985 legte Pascoe die nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin erarbeitete klinische Studie zum Leber-Galle-Mittel Legapas, einem pflanzlich-homöopathischen Kombinationsprodukt vor. „Legapas, das seine Wirkung der Cascararinde verdankt, war damals eines unserer bestverkauften Arzneimittel“, erklärt Birgit Wilrich die Auswahl des Präparats. Von 1965 bis 1985 untersuchten 99 Prüfer knapp 1.100 Patienten. Sie ermittelten die Therapieeffekte von sechs Indikationen, darunter Gallensteine, Gelbsucht und Leberentzündungen.

Unter der Leitung von Dr. Birgit Wilrich werteten Prof. Dr. Horst F. Herget, Dr. Helmut W. Schimmel sowie eine Pascoe-Mitarbeiterin die Daten nach der Behandlung mit Legapas aus. Die Beschwerden gingen bei 57,5 Prozent aller Fälle vollständig, bei 41 Prozent teilweise zurück. Nur bei 1,5 Prozent blieb das Leiden unverändert. Die Befunde der Studie ließen eine eindeutig positive Wirkung bei Erkrankungen des Leber-Gallen-Systems erkennen. „Darüber hinaus ist die subjektive Verträglichkeit, gemessen an der äußerst geringen Zahl der Nebenwirkungen, als sehr gut zu bezeichnen“, heißt es in einer Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse. Das Fazit: „Positive Wirkung der Behandlung mit Legapas bei durchschnittlich 98,5 Prozent aller Fälle.“ 

Die erste Placebo-doppelblind-Studie

Um die wissenschaftliche Erforschung von Heilpflanzen auch auf europäischer Ebene zu fördern, gründeten die nationalen Gesellschaften für Phytotherapie 1989 die European Scientific Cooperative on Phytotherapy (ESCOP). Der europäische Dach-verband erarbeitet Pflanzenmonografien, um die Zulassung von Pflanzenarzneien in den europäischen Staaten zu vereinheitlichen. Deutsches Mitglied der ESCOP ist die Gesellschaft für Phytotherapie mit Sitz in Köln, der Pascoe als korporatives Mitglied angehört.

Unabhängig davon trieb das Unternehmen Pascoe die Erforschung von Wirksamkeit und Verträglichkeit seiner eigenen Arzneimittel konsequent voran. 1991 präsentierte Pascoe die Ergebnisse der ersten doppelblind-placebo-kontrollierten Studie zu Neurapas. Weder die Patienten noch die Therapeuten wussten, wer das Scheinarzneimittel oder Neurapas erhielt. Das seit mehr als zwanzig Jahren in gleicher Zusammensetzung produzierte pflanzliche Arzneimittel wurde vor allem bei depressiver Verstimmung und nervöser Unruhe verordnet und galt als gut verträglich. Wesentlicher Bestandteil des Präparats ist Johanniskraut. In der Untersuchung wurde die Wirksamkeit von Neurapas bei einer achtwöchigen Behandlung depressiver Beschwerden doppelblind gegen Placebo an je 30 Patienten pro Gruppe getestet. Festgestellt wurde eine sehr gute Besserung der Symptome, die gegenüber dem Placebo ausgeprägt ausfiel.

Untersuchen ließ Pascoe auch Pascotox Forte-Injektopas, ein Prophylaxemittel zur Steigerung körpereigener Abwehrkräfte gegen bakterielle und virale Infekte. Hauptbestandteil dieser pflanzlichen Arznei ist ein Flüssigextrakt aus frischer Echinacea-pallida-Wurzel. Eine auf ganzheitliche immunbiologische Therapie spezialisierte Klinik führte die Studie bei über 1.000 stationären Aufenthalten durch. Das Krankenhaus behandelte überwiegend unheilbar kranke Krebspatienten und setzte Pascotox im Rahmen der Fieber- und der Eigenbluttherapie ein. Die Patienten protokollierten selbst Körpertemperatur, Puls, Gewicht, Übelkeit, Erbrechen und Blutungen. Speziell nach Eigenblutbehandlungen steigerte sich das Wohlbefinden der Patienten. Unerwünschte Nebenwirkungen wurden nicht festgestellt, das Reiztherapeutikum als hervorragend verträglich bewertet. Bis 1995 legte Pascoe 85 retrospektive Studien vor, unter anderem zu Heilpflanzen wie Mariendistel, Echinacea, Johanniskraut, Gingko, Knoblauch und Baldrian. Die Frage war stets: Wie und warum die untersuchten Arzneimittel ihre gute Wirkung erreichten.

«… dass Pascoe heute deutschlandweit über eine einzigartige Kompetenz zu Vitamin C verfügt.» Jürgen F. Pascoe

Mit Pascorbin auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

Krankheiten vorzubeugen und das Immunsystem zu stärken, wurde in den 1990er Jahren immer wichtiger. Die Menschen achteten verstärkt auf ihre Gesundheit; genau der richtige Zeitpunkt für Pascoe, das hoch dosierte Vitamin C-Präparat Pascorbin auf den Markt zu bringen. Mehrere Studien des bedeutenden US-amerikanischen Chemikers Linus C. Pauling hatten gezeigt, dass hoch dosiertes Vitamin C nicht nur Stoffwechselprozesse unterstützte und die Wirkung giftiger Substanzen verringerte, sondern auch den Verlauf bestimmter Erkrankungen verzögerte und das Allgemeinbefinden der Patienten verbesserte. „Paulings Forschungsergebnisse haben auch uns überzeugt“, erklärt Jürgen F. Pascoe. „Wir haben unsere eigenen Kenntnisse zur Ascorbinsäure so stark ausgebaut, dass Pascoe heute deutschlandweit über eine einzigartige Kompetenz zu Vitamin C verfügt.“ Vitamin-C-Mangel kommt häufiger vor als man denkt – insbesondere bei chronisch Kranken. Die Hochdosis-Infusionen haben somit ihre Berechtigung in der modernen Medizin. Als Injektionspräparat wird hoch dosiertes Vitamin C bis heute nur von Pascoe angeboten.

Ein weiterer Meilenstein der Unternehmensgeschichte war 1996 der Bezug des dreistöckigen Verwaltungsneubaus. Auch in der Öffentlichkeitsarbeit ging Pascoe neue Wege. „Computertechnik ist mein Hobby“, erzählt Jürgen F. Pascoe. „Und deshalb gehörte unser Unternehmen auch zu den ersten drei Pharmaherstellern in Deutschland, die ihren Kunden eine Website boten.“ Für ein breiteres Publikum veröffentlicht Pascoe einen Newsletter und das Magazin Naturmedizin im Spektrum. Mit Grafiken und Tabellen bebildert, bietet es neben Interviews, Forschungsberichten und Praxisbeiträgen zu Therapien und Erkrankungen Wissenswertes aus der Medizingeschichte.

Angesichts kontinuierlicher Investitionen in die Modernisierung des Unternehmens, in Produktqualität, Forschung und Entwicklung war Pascoe an der Schwelle zum neuen Jahrtausend gut aufgestellt. Die Unternehmensphilosophie hatte sich in jeder Hinsicht ausgezahlt: Qualität zu bieten, die andere Hersteller nicht leisten können, die Verwendung hochwertiger Rohstoffe, die Produktion im eigenen Haus und die Überprüfung des standardisierten Wirkstoffgehalts. Zentrales Anliegen für Inge Pascoe und ihre beiden Kinder Dr. Birgit Wilrich und Jürgen F. Pascoe war stets: Die großen Erfolge mit biologisch-naturkundlichen Heilmitteln zu bewahren und dennoch gegenüber den Fortschritten der pharmakologischen Forschung aufgeschlossen zu sein, wenn diese sich mit einer risikolosen Therapie vereinbaren lässt. Diese Einstellung hat wesentlich zum Erfolg der 1990er Jahre beigetragen.

Nobelpreisträger Linus C. Pauling (1901-1994) und das Vitamin C

Skorbut, eine Mangelerkrankung, die mit Zahnfleischbluten beginnt und mit dem Tod durch Herzschwäche enden kann, war eine unter Seefahrern gefürchtete Krankheit. Dass Zitronensaft dagegen hilft, ist seit dem 16. Jahrhundert überliefert. Als Vitamin C wurde der heilende Wirkstoff, den der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann, erstmals 1920 bezeichnet. Schlagartig bekannt wurde das Vitamin in den 1970er Jahren durch das Buch „Vitamin C und der Schnupfen“ des zweifachen Nobelpreisträgers Linus Carl Pauling.

Es handelt von der positiven Wirkung von hoch dosiertem Vitamin C auf den menschlichen Organismus. Pauling war überzeugt, dass es vielen Krankheiten vorbeugen, den Allgemeinzustand verbessern und sogar lebensverlängernd wirken könne.

Der Enkel deutscher Einwanderer und Sohn eines Drogisten forschte lange über den Zusammenhang von Erkrankungen und dem Mangel an Vitaminen und Mineralien.

1954 hatte er den Nobelpreis für Chemie für seine Forschungen über die Molekülstruktur der Proteine erhalten, 1963 den Friedensnobelpreis für seine Anstrengungen, Kernwaffentests zu beenden. Neben Marie Curie ist Linus C. Pauling der einzige Mensch, der den Nobelpreis in zwei unterschiedlichen Kategorien bekommen hat. 1973 gründete er mit zwei weiteren Wissenschaftlern das Institut für orthomolekulare Medizin, heute Linus Pauling Institute, an der Oregon State University. Es widmet sich der Erforschung von Vitamin- und Nährstofftherapien zur Prophylaxe und Behandlung von Krankheiten.

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